Jan Münster: Schluss mit dem Klein-Klein! Saarbrücken braucht eine echte Saarbahn-Offensive statt lediglich zwei neuer Haltestellen.
,Zu den Plänen des Saarbrücker Stadtrats und der Saarbahn GmbH, die Strecke vom Römerkastell bis zum Halberg um 1,1 Kilometer und zwei Haltestellen zu verlängern, erklärt Jan Münster, Spitzenkandidat des Bündnis Sahra Wagenknecht für die Wahl der Regionalversammlung Saarbrücken:
„23,4 Millionen Euro für 1,1 Kilometer Gleis und zwei Haltestellen – das ist kein Ausbau, das ist Flickschusterei. Seit den 1990er-Jahren liegen die Pläne für eine echte zweite Linie in der Schublade: von Schafbrücke über Burbach bis nach Völklingen, perspektivisch weiter nach St. Ingbert. Jetzt, 2026, reden wir immer noch über einzelne Haltepunkte, während Klimawandel, der überdurchschnittlich hohe Anteil des Autoverkehrs im Saarland und steigende Spritpreise längst zeigen, dass wir eine Verkehrswende im großen Stil brauchen – nicht in homöopathischen Dosen.
Kommunen, Land und Saarbahn müssen endlich Nägel mit Köpfen machen: Die S2 muss kommen, und zwar als durchgehende Ost-West-Verbindung, die Schafbrücke, Burbach, Völklingen und das Schanzenbergviertel tatsächlich ans Netz bringt – nicht als vage ‚denkbare Option‘, die erst nach dem Nahverkehrsplan 2028 geprüft wird.
Guter, dichter und bezahlbarer ÖPNV ist keine Kür, sondern die soziale und ökologische Grundversorgung des 21. Jahrhunderts. Wir brauchen mehr Strecken, mehr Takt, mehr Anbindung der Orte, die bislang abgehängt sind. Zwei neue Haltestellen sind ein Anfang, aber kein Ersatz für eine Strategie. Die Landespolitik muss jetzt Geld und politischen Willen bereitstellen, damit aus der alten S2-Idee endlich Realität wird, bevor wieder 30 Jahre nichts passiert.