Wortbruch von Union und SPD gefährdet Apotheken vor Ort

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, 23. März 2026

Wortbruch von Union und SPD gefährdet Apotheken vor Ort

„Die Menschen brauchen in ihrer Nähe kompetente Beratung durch ausgebildete Apotheker. Deshalb muss dem Apotheken-Sterben ein Ende gemacht werden. Die Bundesregierung tut jetzt aber genau das Gegenteil“. Mit diesen Worten reagiert Astrid Schramm, Landesvorsitzende vom BSW Saarland auf die ausbleibende versprochene Erhöhung des „Apothekenpackungsfixums“. Das sei ein klarer Wortbruch von CDU und SPD gegenüber einer gesamten Berufsgruppe und zulasten der Gesundheitsversorgung vor Ort.

Im Koalitionsvertrag wurde die einmalige Anhebung des Fixhonorars für Apotheken von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro abgegebener Medikamentenpackung ausdrücklich zugesagt. Die Bundesgesundheitsministerin verweigert nun die Umsetzung mit Verweis auf angebliche Mehrkosten für die gesetzlichen Krankenkassen. „Für das BSW Saarland ist dieses Vorgehen nicht akzeptabel“, so Schramm.

„Die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken ist bereits heute dramatisch. Seit Jahren steigen Mieten, Energie- und Personalkosten, während das Fixhonorar seit über einem Jahrzehnt eingefroren ist. Die Folge: Ein massives Apothekensterben, das auch das Saarland mit voller Wucht trifft. Seit 2006 ist rund ein Drittel der Apotheken verschwunden - weitere Schließungen sind bereits angekündigt.

Während immer mehr Milliarden für Krieg und Rüstung ausgegeben werden, soll für die Apotheke vor Ort kein Geld da sein? Wenn die Politik hier nicht endlich handelt, wird die wohnortnahe Versorgung weiter ausgedünnt - insbesondere im ländlichen Raum. Die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung und fachkundigen Beratung darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen.

Das BSW Saarland fordert die Bundesregierung daher auf, die zugesagte Erhöhung des Apothekenpackungsfixums unverzüglich umzusetzen und damit ein klares Signal für die Stabilisierung der Apothekenlandschaft zu setzen. Nur so könne verhindert werden, dass sich das Apothekensterben weiter bescheinigt und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung ernsthaft gefährdet wird.

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