Saarstahl und Dillinger unter Druck: BSW warnt vor Deindustrialisierung der Saar
,Jochen Flackus: Saarstahl und Dillinger müssen leben können! Bund und EU dürfen Stahlindustrie nicht abwürgen!
Das BSW im Saarland steht solidarisch hinter den Stahlbeschäftigen an der Saar sowie allen, die auch indirekt vom Stahl leben, und fordert Bundesregierung und EU auf, für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Flackus erklärt: „Es ist völlig unverantwortlich, dass die EU europäische Stahlunternehmen zuerst durch eine klar verordnete klimaneutrale Produktion rasch zu teuren Transformationsmaßnahmen zwingt, um dann, wenn sich Unternehmen wie Dillinger und Saarstahl auf diesen Weg gemacht haben, doch wieder etwas zurückzurudern. Es darf nicht so weit kommen, dass nur Unternehmen profitieren, die außerhalb der EU zu günstigeren Bedingungen produzieren können. Es muss auch Schluss damit sein, dass Deutschland deutsche Betriebe noch zusätzlich durch viel zu hohe Energiepreise unter Druck setzt. Hier setzen Union und SPD den Traum der Grünen und den Alptraum deutscher Stahlkocher fort, deren damaliger Wirtschafts-Staatssekretär Patrick Graichen vor vier Jahren im Interview zu den folgen teurer Energiepreise lapidar erklärte: ‚Im Wesentlichen wird es wahrscheinlich bedeuten, dass energieintensive Industriezweige die Produkte, die man auch an anderen Orten einfach herstellen könnte, dorthin gehen, wo es den Strom für ein bis zwei Cent gibt.‘ Dillinger und Saarstahl müssen leben können, und zwar hier und nicht in Timbuktu. Dafür müssen wir uns alle in Brüssel und Berlin einsetzen.