Astrid Schramm: Ist das Ziel des SPD-Vorsitzenden das endgültige Ende der SPD?
,„Lars Klingbeil handelt nach dem alten Witz: Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter“, erklärt Astrid Schramm, die Landesvorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht im Saarland angesichts neuer „Reform“-Vorschläge des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil nach den SPD-Pleiten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. „Noch mehr befristete Jobs, weitere-Kürzungen bei der Rente, Steuererhöhungen für Ehepaare und Familien und dazu ein neoliberaler Sound, der vielleicht das Herz von Friedrich Merz höher schlagen lässt, aber keinen einzigen enttäuschten Sozialdemokraten zurückgewinnen wird. Man hat den Eindruck, der erfolglose SPD-Chef ist erst zufrieden, wenn seine Partei bei Landtagswahlen nicht mehr, wie in Baden-Württemberg, nur knapp über die 5-Prozent-Hürde kommt, sondern es gar nicht mehr in die Parlamente schafft. Das ‚Wir müssen mehr fordern‘ ‚ und ‚Gürtel enger schnallen‘ hat die SPD überhaupt erst von 40 Prozent Zustimmung auf zuletzt 16,4 Prozent im Bund abstürzen lassen. Immer mehr Milliarden für Waffen und Kriege aber keinen Cent für Rentner, Arbeitnehmer und Familien – das ist alles, nur keine sozialdemokratische Politik. Eine SPD, die dabei wieder mitmacht, braucht niemand, außer die eigenen Berufsfunktionäre.“