Erneut schwerer Fehler der saarländischen Gesundheitspolitik zu Lasten der Patiente
,Die Entscheidung, die stationäre Urologie in Sulzbach Ende März zu schließen, ist erneut ein gravierender Fehler der saarländischen Gesundheitspolitik, so die Landesvorsitzende des BSW.
Schon jetzt, also 4 Wochen vor der endgültigen Schließung zeigt sich, dass die betroffenen Patienten alleine gelassen werden und verzweifelt sind.
Die Zusage der Knappschaftsklinik Sulzbach, die Patienten frühzeitig zu informieren und in enger Abstimmung in geeignete Kliniken weiterzuleiten ist nicht passiert. Die Patienten sind auf sich alleine gestellt und müssen sich um die Anschlussversorgung selbst kümmern.
Die vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Auftrag gegebene Studie, die von einem Rückgang der Urologie Patienten spricht und von einer vermehrten ambulanten Therapie, entspricht nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Abgesehen davon, dass die Kliniken schon jetzt keine Kapazitäten in diesem Fachbereich vorhalten können, muss man auf eine Facharztbehandlung in der Praxis monatelang warten.
Obwohl das Problem allseits bekannt ist, lässt der Gesundheitsminister jetzt mitteilen, dass er „mit Hochdruck an einer Lösung arbeitet“.
Es ist beschämend, dass sich der Gesundheitsminister erst zum jetzigen Zeitpunkt über eine Lösung Gedanken macht, obwohl das Problem schon seit Monaten bekannt ist, so Astrid Schramm, Landesvorsitzende BSW.