Astrid Schramm: Systemwechsel an Gemeinschaftsschulen jetzt umsetzen
,Die Gemeinschaftsschulen tragen als Regelschulen im weiterführenden Bereich die Hauptlast der Migration. Angesichts wachsender Herausforderungen fordert die BSW-Landesvorsitzende Astrid Schramm einen grundlegenden Systemwechsel.
„Wir erleben vielerorts Klassen, in denen bis zu 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler kein oder nur unzureichend Deutsch sprechen. Dabei handelt es sich in erster Linie um quantitative Herausforderungen infolge hoher Zuwanderung, die nicht allein durch Lehrkräfte oder schulische Konzepte bewältigt werden können“, erklärt Schramm.
Konkret schlägt das BSW vor, den Unterricht in den Klassenstufen 5 und 6 flexibler zu gestalten. Schulstandorte sollen die Möglichkeit erhalten, den klassischen Fächerkanon temporär aufzulösen und den Fokus auf die Kernkompetenzen Deutsch und Mathematik zu legen. Diese sollen im Wechsel intensiv unterrichtet werden, um grundlegende Fähigkeiten gezielt zu stärken.
Für höhere Jahrgänge fordert Schramm die Einrichtung sogenannter Eingangsklassen mit klarem Fokus auf den Spracherwerb. Schüler sollen diese erst dann verlassen, wenn ihre Deutschkenntnisse ausreichend sind, um dem regulären Unterricht folgen zu können.